Corona

Im Gegensatz zur Radioaktivität aus menschengemachten "Anwendungen" ist die Corona-Pandemie (Covid-19) doch eine andere Art der Bedrohung, die man nicht einfach durch einen Ausstiegsbeschluss abschaffen könnte. Dennoch hat es der Mensch auch zu einem gewissen Grad selbst in der Hand, sich und andere dagegen zu schützen. Sicher ist es nicht möglich einem Ansteckungsrisiko zu 100% aus dem Weg zu gehen, aber man kann das Risiko durch gewisse Massnahmen doch massiv zu reduzieren. Die Kontaktbeschränkung ob, freiwillig oder staatsverordnet, ist eine davon. Der Virus geht dadurch zwar nicht einfach weg, dennoch kann man dadurch Zeit für die Medikamenten- bzw. Impfstoff-Entwicklung gewinnen und verhindern, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht. Kontaktbeschränkungen führen allerdings über längere Zeit auch zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Schäden.

Nun versteht man aber mittlerweile auch schon besser wie Infektionen ablaufen und kam zur Erkenntnis, dass man das Risiko in Räumen mit vielen Menschen auch senken kann, wenn man für einen guten Luftaustausch sorgt. In diesem Zusammenhang kam die Idee auf (und wurde sogar vom Robert-Koch-Institut empfohlen) sogenannte CO2-Ampeln, manchmal auch "Miefampeln" genannt, einzusetzen um die Luftgüte in Innenräumen zu überwachen. Aber wie mit den Geigerzählern nach Fukushima auch, sind die Regale der Händler bereits leergekauft und die Hersteller kommen mit der Produktion nicht hinterher. So manche kostengünstige CO2-Ampel, vor allem aus Fernost, wird sich auch schnell als unbrauchbar erweisen. Eine andere Möglichkeit ist aber wie beim Geigerzähler auch, der Eigenbau. Noch sind kostengünstige CO2-Senoren erhältlich (allerdings ist auch nicht jeder geeignet). Und der Eigenbau ist für jemanden, der mit einem Arduino umgehen kann, wirklich kein Hexenwerk. Mit dem Aufbau und Einsatz einer solchen CO2-Ampel kann man also einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Darum hier eine einfache Anleitung:


Eine Arduino-basierte CO2-Luftgüte-Ampel unter Verwendung eines kostengünstigen NDIR-Sensors zur Covid-19 Prävention


Es sind etliche Low-Cost CO2-Sensoren auf dem Markt, NDIR Sensoren eignen sich aber besonders für eine direkte Messung der CO2-Konzentration in der Raumluft, weil sie weitestgehend frei von Querempfindlichkeiten zu anderen Gasen in der Innenraumluft sind. Wenn man z.B. ein Glas Schnaps auf die Heizung stellt, sieht man nach kurzer Zeit, ob ein Messgerät einen MOX Sensor oder einen NDIR Sensor enthält. Der NDIR Sensor lässt sich vom verdampfenden Alkohol nicht beeindrucken, ein MOX-Sensor für CO2 geht dagegen sehr schnell an den Anschlag, da er in der Regel auf alle flüchtigen Kohlenwasserstoffe reagiert, weil er die CO2-Konzentration nur indirekt anhand der VOC-Konzentration bestimmt. Die Frage, die sich aber noch stellt ist, ob sehr günstige chinesische NDIR Sensoren schlechter sind als z.B. der eines europäischen Herstellers.

Vergleich zweier NDIR CO2-Sensoren, die sich für eine CO2 Ampel eignen, der Sensirion SCD30 und der Plantower DS-CO2-20